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Vorratsschutz - ein Garant für den Erhalt hochwertiger Pflanzenerzeugnisse

Nach der Ernte sind Vorräte pflanzlicher Herkunft während der Lagerhaltung und des Transportes vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Neben Fremdstoffen und Kontaminanten bestehen insbesondere biologische Risiken durch Insekten, Milben Pilze, Mikroorganismen und Vögel.

Es kommt in der Folge zu Fraßschäden und einer Verschmutzung durch lebende und tote Schädlinge, Häute, Haare, Exkremente und Gespinste; Wärmeentwicklung aufgrund von Befall im Vorratsgut führt zu Feuchte und Schimmelbildung.

Ein Beispiel: Ein Kornkäferpaar hat je nach Generationenzahl potentiell circa 4000 bis 250 000 Nachkommen pro Jahr, diese können etwa 4 bis 6 kg Getreide fressen und verunreinigen 4000 bis 40000 kg Ware (aus: Containerhandbuch und www.schaedlingskunde.de ).

Ein solcher Befall oder Verunreinigungen führen zum Verderb oder zur Qualitätsminderung der Güter und bergen ein gesundheitliches Risiko für Mensch und Tier. Vorratsschutz ist deshalb neben der Lebensmittelsicherheit und -hygiene ein essentieller Bestandteil in der Wertschöpfungskette – rund 75% der Getreideernte gehen in Deutschland in die Produktion von Futter- und Lebensmitteln ein.

Ein sachgemäßer Umgang mit Pflanzenerzeugnissen und Erntegütern sowie eine angemessene, qualitätserhaltende und saubere Lagerung wirken Ernteverlusten effektiv entgegen und dienen somit dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und der gleichbleibenden Versorgung der Verbraucher mit sicheren Lebensmitteln zu erschwinglichen Preisen

Vorratsschutz ist dann erfolgreich, wenn sich alle Akteure zusammen – Erzeuger, Agrarwirtschaft, Handel und Verbraucher - für die Sicherung der Erträge einbringen. Im Hinblick auch auf die wachsende Weltbevölkerung müssen jedoch weltweit Anstrengungen hin zu noch mehr Effizienz und Ressourcenschutz sowie Sachkunde, Forschung und Investitionen unternommen werden.

Vorratsschutz ist aktuell – eine Zukunftsaufgabe!

 

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