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Leitlinie

Was besagt die Leitlinie zum integrierten Pflanzenschutz im Sektor Vorratsschutz?

Der Entwurf der Leitlinie zum integrierten Pflanzenschutzschutz im Sektor Vorratsschutz (IPS-VS) wurde unter Federführung des JKI und in enger Zusammenarbeit mit relevanten Verbänden erarbeitet und im Rahmen des BÖLN-Projekts „Erarbeitung von spezifischen Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz und den Pflanzenschutz im ökologischen Landbau" bis Ende 2015 gefördert.
Für die Entwicklung der Leitlinie IPS-VS war es zuerst erforderlich, die acht allgemeinen Grundsätze des Anhang III der Richtlinie 2009/128/EG den Bedin¬gungen des Vorratsschutzes anzupassen. Darauf aufbauend erfolgte im speziellen Teil der Leitlinie IPS-VS die Zuordnung einzelner Maßnahmen zu den Grundsätzen und deren Unterpunkte unter Berücksichtigung der Schädlingsgruppen „Käfer", „Motten", „Milben/Staubläuse", „Nager/Wirbeltiere" und „Lagerpilze". Die Aufnahme oder Streichung von Maßnahmen und Verfahren in die Leitlinie wird dabei jeweils an deren Praktikabilität festgemacht. Hierbei wird unterschieden zwischen „praktikabel" und „eingeschränkt praktikabel, Zusatzinformation beachten". Wesentliche Kriterien für die Praktikabilität sind: wirksam, wirtschaftlich und bewährt/verbreitet. Maßnahmen, die noch im Stadium der Forschung stecken, werden nicht aufgenommen. Die Leitlinie IPS-VS spricht die beruflichen Verwender von Vorratsschutzmitteln, Betriebsleiter sowie Bera¬ter und Händler an.

Im August 2017 ist die Leitlinie durch die beteiligten Verbände dem BMEL für die Stellungnahme durch den Wissenschaftlichen Beirat des NAP eingereicht worden, wo geprüft wird, ob diese sektorspezifische Leitlinie des IPS im Vorratsschutz maßgeblich und geeignet ist, um in den nationalen Aktionsplan aufgenommen zu werden.